Die 6 wichtigsten Grundkommandos für deinen Hund – und wie du sie richtig trainierst
- Andreas Mueller
- 20. Apr.
- 3 Min. Lesezeit
Ein gut erzogener Hund ist nicht nur ein Genuss im Alltag – er ist auch sicherer für sich selbst und seine Umgebung. Die Basis dafür bilden sechs Grundkommandos, die jeder Hund kennen sollte. In diesem Beitrag zeigen wir dir, welche das sind und wie du sie Schritt für Schritt trainierst.
Warum Grundkommandos so wichtig sind
Grundkommandos sind weit mehr als Kunststücke. Sie schaffen klare Kommunikation zwischen Mensch und Hund, stärken die Bindung und können in gefährlichen Situationen sogar Leben retten. Ein zuverlässiger Rückruf beispielsweise kann verhindern, dass dein Hund auf eine belebte Strasse läuft. Gleichzeitig geben klare Signale dem Hund Orientierung und Sicherheit – denn Hunde lieben Struktur.
Die 6 wichtigsten Grundkommandos im Überblick
1. Sitz
"Sitz" ist das klassische Einstiegskommando. Halte ein Leckerli über die Nase deines Hundes und führe es langsam nach hinten – der Hund setzt sich automatisch. Sobald er sitzt, gibst du das Signal "Sitz" und belohnst ihn sofort. Wiederhole dies mehrmals täglich in kurzen Einheiten von 5–10 Minuten.
2. Platz
Aus der Sitz-Position führst du das Leckerli langsam nach unten zwischen die Vorderpfoten. Der Hund legt sich ab. Dieses Kommando ist ideal, wenn du möchtest, dass dein Hund ruhig bleibt – zum Beispiel im Café oder beim Tierarzt.
3. Bleib
"Bleib" baut auf Sitz oder Platz auf. Bitte deinen Hund zu sitzen, mache einen kleinen Schritt zurück und kehre sofort zurück, um zu belohnen. Steigere Distanz und Dauer schrittweise. Geduld ist hier der Schlüssel – überfordere deinen Hund nicht.
4. Hier (Rückruf)
Der Rückruf ist das wichtigste Sicherheitskommando überhaupt. Übe es immer mit grosser Begeisterung: Rufe deinen Hund mit fröhlicher Stimme, knie dich hin und belohne ihn überschwänglich, wenn er kommt. Wichtig: Rufe deinen Hund nie, um ihn zu schimpfen – sonst verbindet er den Rückruf mit etwas Negativem.
5. Fuss
"Fuss" bedeutet, dass der Hund ruhig neben dir geht – auch ohne Leine. Beginne mit kurzen Strecken in einer ablenkungsarmen Umgebung. Belohne deinen Hund regelmässig, wenn er in der richtigen Position bleibt. Dieses Kommando erfordert etwas mehr Übung, zahlt sich aber im Alltag enorm aus.
6. Aus
"Aus" bedeutet: Lass los oder hör auf. Dieses Kommando ist besonders wichtig, wenn dein Hund etwas Gefährliches im Maul hat oder ein unerwünschtes Verhalten zeigt. Übe es spielerisch: Biete deinem Hund ein Spielzeug an, sage "Aus" und tausche es gegen ein Leckerli.
Tipps für erfolgreiches Training
Kurze Einheiten: 5–10 Minuten, 2–3 Mal täglich sind effektiver als eine lange Session.
Positive Verstärkung: Belohne immer sofort nach dem gewünschten Verhalten.
Konsistenz: Alle Familienmitglieder sollten dieselben Signale verwenden.
Ablenkungsarm starten: Übe zuerst zuhause, dann draussen mit mehr Reizen.
Immer positiv beenden: Schliesse jede Trainingseinheit mit einer Übung ab, die dein Hund gut kann.
In Andi's Hundeschule in der Region Bern und Solothurn helfen wir dir und deinem Hund, diese Grundlagen sicher und nachhaltig zu erarbeiten. Mit praxisnahem Training und einem tiefen Verständnis für Hundeverhalten begleiten wir euch auf dem Weg zu einer harmonischen Beziehung.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Hundetraining
Ab welchem Alter kann ich meinen Hund trainieren?
Welpen können bereits ab der 8. Lebenswoche mit einfachen Übungen beginnen. Je früher du anfängst, desto leichter fällt das Lernen – aber auch ältere Hunde können noch neue Kommandos erlernen.
Wie lange dauert es, bis mein Hund ein Kommando sicher beherrscht?
Das hängt von Hund, Rasse und Trainingsfrequenz ab. Mit regelmässigem, konsequentem Training können einfache Kommandos wie "Sitz" innerhalb weniger Tage erlernt werden. Komplexere Übungen wie ein zuverlässiger Rückruf brauchen Wochen bis Monate.
Brauche ich professionelle Hilfe beim Hundetraining?
Nicht zwingend – aber ein erfahrener Trainer kann häufige Fehler verhindern und das Training deutlich beschleunigen. Besonders bei Verhaltensproblemen oder unsicheren Hunden ist professionelle Begleitung sehr empfehlenswert.


